Unbenanntes Dokument Die Vorgeschichte

Es war tiefste Nacht als Kapitän Martin über sein Schiff auf das weite Meer blickte. Er kam aus Myrtana, allerdings nicht wie sonst mit Waren, sondern mit Hunderten von Menschen, die versuchten dem Krieg zu entfliehen.

Martin war ein erfahrener Seemann, immer auf der Reise zwischen den 5 Khor-Inseln, Khorinis, Khorana, Khoron, Khorelius und Khorus. Aber diese Reise sollte etwas ganz besonderes werden…

Als er, auf dem Weg nach Khoron, an Khorus vorbeikam begann es plötzlich zu donnern und zu blitzen, ein schweres Unwetter kündigte sich an. Garrik, ein junger Schmiedelehrling aus Myrtana, stand neben seinem Kapitän und blickte hinaus auf das drohend, stürmischer werdende Meer. In seinen Gedanken war er bei den Orks, die auf Myrtana wütenden und ihm mit seinen Erinnerungen an Garrik’s sterbenden Vater den Schlaf raubten. „Flieh, Junge! Flieh!!“, das waren seine letzten Worte bevor er starb. Garrik folgte seinem Rat und rannte so schnell er konnte.

Nun war er auf diesem Schiff – das Schiff, das ihn in Sicherheit bringen sollte und ihm ein besseres Leben bescheren sollte. Er wollte neu anfangen, seine Vergangenheit hinter sich lassen, eine Familie gründen und glücklich werden - aber alles kam anders…

Mit einem lauten Knall kündigte sich seine zerstörte Zukunftsträume an – die Orks griffen das Schiff an und mehrere Kanonenkugeln flogen über Garrik’s Kopf hinweg, trafen das Schiff. Verzweifelt und in Panik hörte man hier und da Schreie – „Die Orks! Sie werden und alle töten!!!“ – Manche sahen keinen Ausweg außer die raue See und sprangen von Bord. Doch selbst da bestand noch Lebensgefahr, dass Wasser war zu kalt. Mitten im Chaos wurde Garrik plötzlich umgestoßen. Er knallte mit voller Wucht auf den Boden, ihm wurde schwindelig. Ehe er sich versah tat es einen Ruck – einer der Seemänner schmiss ihn über Bord. Das eiskalte Wasser lähmte Garrik, er drohte zu ertrinken.

Der Seemann sprang ebenfalls ins Wasser, schwamm zu Garrik und zog ihn hinter sich her. Garrik wurde bewusstlos. wenige Zeit später wachte er auf – er lag an einem Strand, neben ihm sein Retter, tot. „Er muss wohl erfroren sein“, dachte Garrik und versuchte aufzustehen. Sein Körper allerdings war noch zu schwach, er fiel wieder in Ohnmacht.

Als er wieder zu sich kam, lag er in einer Höhle, warmer Feuer prasselte neben seinem Bett in dem er lag, er fühlte sich schwach und kränklich, beim Versuch aufzustehen klappte er sogleich zusammen. Ihm gegenüber ein , kräftiger Mann. Von der Kleidung her ein Pirat. „Wo bin ich?“, fragte Garrik, noch völlig benommen. „Du bist auf Khorus, mein Junge. Und seit 4 Tagen liegst du nun hier und bist zu Faul zum aufstehen..."

Garrik hörte die Worte nicht mehr richtig und fing wieder an zu schlafen.